Was wir bei uns in Frankfurt gemacht haben

Auf der Braubachstraße

Wir hatten die Idee die Geschäfte und Restaurationen in einer Straße in Frankfurt in Orange erstrahlen zu lassen. Diese Straße, der Name lautet Braubachstraße, kam uns deshalb in den Sinn, weil hier über 30 Frauen Inhaberinnen oder Geschäftsführerinnen sind, und den Spirit dieser Straße entsprechend prägen. So stellten wir denn, mit professioneller Hilfe, gesponsert vom Netherlands Business Support Office Frankfurt, 30 Spots in den Fenstern und Schaufenstern auf, und ließen diese in Orange erstrahlen. Den ganzen Tag ab 14 Uhr waren wir in dieser Straße präsent, verteilten die SI Flyer, und auch vom Netherlands Business Support Office gedruckte Flyer, sowie die SI Bierdeckel und kamen so mit einigen Menschen ins Gespräch. Selbstverständlich immer unter Wahrung sämtlicher Hygieneregeln. Viele interessante Gespräche und Kontakte sind so entstanden. Schließlich schlenderten wir noch auf den Eisernen Steg, dabei alle wunderbar angestrahlten Gebäude um uns herum bewundernd (…unserem Frankfurter Schwesterclub und den Zontas ist es gelungen einige sehr markante Gebäude in Frankfurt orange anzustrahlen), um die vom Frauenreferat Frankfurt organisierte Menschenkette anzuschauen und moralisch zu unterstützen. Alles in allem war es ein erlebnisreicher Tag, und es tat so gut, wenn auch mit Abstand, mal wieder gemeinsam unterwegs gewesen zu sein, gerade an solch einem wichtigen Tag.


Soroptimistische Grüße,


Petra Spitzlei
Programmdirektorin
Club Frankfurt Vision

 

Öffentlichkeitswirksamer Einsatz für die nachhaltige Verwirklichung der Grund-rechte von Frauen

Orange Days 2020

Unter dem Motto Orange the World – Stand up for Women startet am 25. November, dem Interna­tionalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die weltweite Kampagne Orange Days – 16 Tage im Zeichen der nachhaltigen Verwirklichung der Grundrechte von Frauen – Soroptimist In­ternational Deutschland beteiligt sich landesweit mit vielfältigen Aktionen

 

Hannover Orange the World – Stand up for Women: Unter diesem Motto starten am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die Orange Days. Die weltweite Kampagne wurde 1991 vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen und macht 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam. Die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen steht dabei im Fokus. Die Dauer von 16 Tagen ist dabei kein Zufall: Die Orange Days enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte.

Soroptimist International Deutschland (SID) beteiligt sich auch in diesem Jahr mit vielfältigen Aktionen sowohl online in den Sozialen Medien als auch bundesweit offline durch die regionalen Clubs. Diese Akti­onen vor Ort können allerdings durch die aktuellen Corona-Regelungen „nur“ in einem reduzierten Um­fang stattfinden.  

 

Corona als „Brandbeschleuniger“

Studien ergeben, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder se­xueller Gewalt wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen haben weltweit zu einem weiteren Anstieg geführt. Berufliche und daraus resultierende soziale Probleme innerhalb der Familien oder die phasenweisen Ausgangsbeschränkungen sind nur zwei der Gründe. „Wir haben große Sorgen, dass Milli­onen von Frauen und Mädchen unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, warnt Dr. Renate Tewaag, Präsidentin von SID. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen, auch in den digitalen Medien, wo ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist, aufmerksam zu machen. „Die Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger“, so Tewaag.

 

Für wichtige Themen Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit schaffen

SID und seine deutschlandweit vertretenen Regionalclubs erarbeiteten für die Orange Days breit angeleg­te und öffentlichkeitswirksame Aktionen. Dazu Dr. Renate Tewaag: „Wir müssen für diese Problematik sensibilisieren. Zudem brauchen Betroffene ausreichend Unterstützungsangebote und dürfen nicht stig­matisiert werden.“ Dazu gehöre ein offener und mutiger Umgang mit Gewalterfahrungen. „Und den errei­chen wir nur, wenn wir uns als Gesellschaft der Tragweite bewusst sind“, so Tewaag weiter. Über eine eigene Social-Media-Kampagne während der Orange Days arbeitet SID daran, die Auswirkungen von Ge­walt gegenüber Frauen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Zudem sorgen zahlreiche Kampagnen für Aufmerksamkeit in den deutschen Innenstädten. So wird es etwa in Frankfurt am Main zu einer Aktion kommen, bei der Geschäfte und Galerien in der Braubachstraße am 25.11.2020 orange ange­strahlt werden. Über 30 Frauen sind die Managerinnen der lebendigen Frankfurter Braubachstraße. Sie haben hier ihr Geschäft, ihre Galerie, sie leiten Institutionen und managen Verbände. Sie sind inspirieren­de Frauen und Macherinnen! Ein großartiges Symbol für starke Frauen.

 „Es ist unheimlich wichtig, über ganz Deutschland – und die ganze Welt – hinweg auf diese Themen auf­merksam zu machen. Umso stolzer sind wir, dass wir hier in Frankfurt am Main unseren Teil dazu beitra­gen können“, so Dr. Eva Wolfgarten, Präsidentin im SI-Club Frankfurt Vision. Bei den rund 150 Aktionen in Deutschland ist eines immer im Fokus: Orange the World – Stand up for Women.

 

Eine weltweite Stimme für Frauen

Soroptimist International (SI) ist eine der weltweit größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. In Deutschland zählt die Organisation aktuell über 6.700 Mit­glieder in 223 regionalen Clubs. Das Netzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gleichstellung der Frauen in rechtlicher, sozialer und beruflicher Hinsicht zu erlangen und setzt sich für einen höheren Anteil an Frauen in Führungspositionen, für die Verhinderung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für den ungehinderten Zugang zu Bildung und Ausbildung für Frauen und Mädchen ein.



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